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Der Boden ist wertvoll
Die schonende Behandlung dieses
elementaren Betriebsvermögens liegt den VDP-Mitgliedern besonders am Herzen. Durch
Begrünung und gezielte organische Düngung fördert der VDP-Winzer die natürliche
Humusversorgung im Weinberg. Oberstes Ziel ist dabei die Erhaltung der
natürlichen Grundlagen. Wer kleine Mengen und große Qualität anstrebt, muss aus
dem Boden nicht alles herausholen. Die Besinnung auf die natürliche
Leistungskraft der Rebe hilft auch der Umwelt. Die Rebe ist eine genügsame
Pflanze. Je weniger Nährstoffe in den oberen Bodenschichten vorhanden sind, um
so tiefer wurzelt der Weinstock und versorgt die Trauben mit wertvollen
Mineralstoffen. Die Weinrebe hat ausgeprägte Vorlieben: Schiefer ist der
klassische Standort für den Riesling, ebenso Vulkan- oder
Sandsteinverwitterung. Auf Kalk oder Lehm bringen Burgunder, Lemberger und
Silvaner beste Weine. Entscheidend ist, dass die für den jeweiligen Standort
passende Sorte gepflanzt wird. Die älteste Kulturpflanze der Welt ...
...ist auch eine der vielfältigsten: Weltweit gibt es
mehrere tausend Rebsorten. An der Spitze steht der Riesling. Doch auch die
anderen Klassiker werden gepflegt: die Burgundersorten, der Silvaner und der
Traminer. Diese altbewährten Sorten wurden im Laufe der Jahrhunderte ständig
verbessert, ihre Erträge aber auch permanent gesteigert. Das Wohlergehen der
Rebe fördert man mit wenigen, gezielten Eingriffen im Einklang mit der Natur. Meist
ist der Rebbestand eines Gutes Jahrzehnte alt, wurden die Weinberge von
Generation zu Generation weitergegeben. Und damit auch das Wissen um das
Qualitätsvermögen einzelner Rebstöcke. Der Mengenertrag dieser mitunter uralten
Reben ist zwar gering, die Weinqualität hingegen stets überragend. Denn gerade
alte Rebstöcke sind durch ihr tiefes Wurzelwerk äußerst robust und überstehen
selbst einen extrem heißen und trockenen Sommer erstaunlich gut.
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